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Handys und Tablets raus aus der Hitze - Akkus als Gefahrenquelle

Handys und Tablets vor Hitze schützen, ausgediente Elektrogeräte mit Akkus richtig entsorgen und nicht in der Wohnung bunkern, Akkus von E-Bikes nicht unbeaufsichtigt aufladen.

Die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) und die ARGE Abfallwirtschaftsverbände warnen vor falscher Handhabung und unsachgemäßer Entsorgung von Batterien und Geräten mit Akkus. 

Kürzere Ladedauer, längere Akkulaufzeit, geringeres Gewicht. Die Akku-Technologie für Mobiltelefone, Tablets , Laptops  und Digicams wird laufend weiterentwickelt und verbessert, um den Usern die Verwendung ihrer Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien so komfortabel und praktikabel wie möglich zu machen. Mit der steigenden Leistung steigt aber auch der Energiebedarf der Geräte. Um diesen  Anforderungen gerecht zu werden, werden Mobiltelefone, Tablets, Digitalkameras und Laptops derzeit vorrangig mit so genannten Lithium- Ionen-Akkumulatoren betrieben. Auch die rund 200.000 E-Bikes, die in Österreich bereits im Umlauf sind, werden mit sehr leistungsstarken Lithium- Ionen-Akkumulatoren gespeist. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien liegen vor allem in der höheren Energiedichte und der geringen Selbstentladung, auch bei längerer Lagerung.


„Jedoch bergen Lithium-Ionen Akkus leider auch Gefahrenpotenziale“, warnt Dr. Johann Mayr, Bundeskoordinator der ARGE Abfallwirtschaftsverbände.  „Diese Akkus reagieren heftig auf starke Wärmezufuhr und mechanische Beschädigungen. Wenn beispielsweise ein Handy auf den Boden fällt, können unsichtbare Risse in den Akku-Membranen entstehen. Dasselbe gilt für größere Geräte wie Akkuschrauber oder E-Bikes. Bei den nächsten Aufladevorgängen können sich die Risse erweitern und Kurzschlüsse auftreten, die Brände verursachen können“. Besondere Sorgfalt und Pflege der Akkus ist also gefragt.  „Durch sorgfältige Handhabung und richtige Entsorgung lässt sich das Auftreten von unkontrollierten  Kettenreaktionen jedoch weitgehend verhindern“, erklärt Mayr.

Folgenden Maßnahmen sind empfehlenswert:

Hitze meiden 
Setzen Sie Ihr Handy keinen länger andauernden hohen Temperatur aus. Das bedeutet: Das Handy an heißen Sommertagen nicht im Auto auf der Ablage liegen lassen – das gilt auch für Navigationsgeräte! Im Auto werden bei direkter Sonneneinstrahlung Temperaturen bis zu 100 Grad Celsius erreicht. Hitze kann durch steigenden Druck im Inneren des Akkus eine unkontrollierbare Kettenreaktion auslösen und letztlich sogar zur Explosion und/oder einem Brand führen. Zudem können gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe austreten.

Trocken bleiben
Lassen Sie Ihr Handy bzw. Ihre Akkus niemals nass werden. Bauteile können korrodieren und zum Sicherheitsrisiko werden (Ausnahme: spezielle wasserfeste und staubdichte Handys).

Vorsicht vor Beschädigungen
Eine beschädigte Lithium-Batterie erkennt man zum Beispiel am verformten Metallgehäuse, an Schmelzstellen am Kunststoffgehäuse, am Auslaufen von Flüssigkeit oder an der Erwärmung der Batterie im abgeschalteten Zustand. Selbst kleinste, nicht sichtbare Verletzungen der Akku-Membranen können zur Selbstentzündung führen. Aus diesem Grund sollte das Handy auch stets beim unbeaufsichtigten Aufladen auf einer nicht brennbaren Unterlage liegen. Besondere Vorsicht ist hier wiederum bei der Ladung von E-Bike-Akkus angesagt. Diese sollten nicht unbeaufsichtigt aufgeladen werden.

Keine Berührung mit Metallen
Lassen Sie die Akkukontakte (außerhalb der Geräte) nicht in Berührung mit metallischen Gegenständen, etwa Münzen oder Schlüsseln, kommen und vermeiden Sie so einen Kurzschluss.

Getrennte Sammlung
Wer Lithium-Ionen-Akkus lagert und sie erst in größerer Menge zur Sammelstelle bringen möchte, sollte die Akkus unbedingt einzeln – z.B. eingewickelt in Plastiksackerln oder in kleinen Schachteln aufbewahren. Bei größeren Akkus, wo blanke Kontakte sichtbar sind, unbedingt die Pole mit Klebeband abkleben.

Akku im Gerät belassen
Wenn Sie das Gerät zu den Abfallsammelstellen bringen, den Akku am besten im Gerät belassen. Das dortige Personal ist geschult und weiß, wo und wie das Gerät und der Akku gelagert sowie der Entsorgung oder Wiederverwertung zugeführt werden muss. 

 

Fazit: „Ausgediente Akkus und Batterien keinesfalls in den Hausmüll werfen“, so der Appell der  Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle.  „Die Lithium-Ionen-Akkus bzw. Elektroaltgeräte mit solchen Akkus oder Batterien können bei den über 2100 Sammelstellen in Österreich kostenlos abgegeben werden, wo sie recycelt oder umweltgerecht entsorgt werden. Auch in Geschäften, die Batterien und Akkus verkaufen, können ausgediente Energiespender kostenlos – meist in dafür vorgesehenen Kartons - abgegeben werden“, erklärt Giehser.  

Nähere Informationen und Adressen der Sammelstellen gibt es auf www.elektro-ade.at